Auch im zweiten COVID-Jahr, 2021, war es leider etwas ruhig um die Brausektion des LAB³. Dennoch waren wir nicht untätig und möchten euch zumindest in einem Jahresrückblick auf den neusten Stand bringen. Schonmal vorab: Wir haben es trotz der Umstände geschafft, zumindest drei Sude zustande zu bringen 🙂

Das LAB hat sich reformiert und neu aufgestellt. Nicht nur, dass wir uns vergrößern und in neue Räume umziehen. Das Ganze geht auch einher mit einer steigenden Modernisierung und Professionalisierung. In diesem Rahmen wurde auch eine neue Corporate Identity entwickelt, weshalb, wie ihr es vielleicht aus der Überschrift schon entnommen habt, der BrauSpace zum brewLAB wurde. Auch das Logo unseres Laborbräus hat sich daher ein wenig angepasst und weiterentwickelt. Aber alles der Reihe nach:

Nachdem die kalten Tage vorbei und die Zahlen und Maßnahmen ein wenig gemäßigter wurden, haben wir uns zum Sommeranfang an den ersten Sud des Jahres gewagt. Das Ziel lag auf der Hand: Ein erfrischendes Sommerbier. Und was eignet sich am besten dafür? Unser Witbier Algiz, welches 2020 bereits auf eine breite, positive Resonanz gestoßen ist.

Ein erfrischendes, belgisches Weizenbier, welches sich durch die Verwendung von Rohfrucht, also ungemälztem Getreide, Sauermalz und fruchtigen Zusätzen auszeichnet. Für dieses Finish haben wir uns für Koriandersaat, Bitterorangen- und Zitronenschale entschieden; verfeinert mit einer Süßholz-Note.

 

Unser nächster Sud war lange geplant, experimentell und unvorhersehbar. Ein Bier aus altem Brot, gespendet vom Food-Sharing, auch bekannt als russisches Kvass.

Tausende Hausrezepte gibt es, von einfach bis komplex. Die Basiszutat ist (zumeist) Schwarzbrot, welches ausgekocht, evtl. mit fruchtigen Zusätzen, beliebt sind Rosinen, verfeinert und angegoren wird. In slavischen Ländern ist als Krafttrunk sehr beliebt. Eine zusätzliche Milchsäuregärung verleiht ihm eine säuerlich-erfrischende Eigenschaft.

Wir haben uns für eine komplexere Variante entschieden und neben der Verwendung von Roggen-Mischbroten auch die Standard-Rastphasen mit Gersten- und Roggenmalz durchlaufen. Verfeinert haben wir den Sud dann mit Zitrone und Brombeere. Am Ergebnis scheiden sich die Geister. Während die einen das leicht zähflüssige Gebräu lieber meiden, schätzen andere den säuerlichen und eigenen Charakter des Brottrunks.

Als letzten Sud des Jahres haben wir uns erneut für ein Weizen entschieden; dieses Mal für ein klassisch-bayrisches. Ursprünglich privat gebraut, gab es doch einige Anfragen, ob wir den Sud nicht noch einmal im LAB-Rahmen brauen können.

Dabei konnten wir auch einige Optimierungen vornehmen. Unter anderem haben wir Haferflocken als Zusatz ausgesetzt und die Eiweißrast verlängert. Dadurch schäumt dieses Weizen nicht mehr übermäßig, behält jedoch einen schöne Schaumkrone. Zudem wurde der Hefestamm für die Gährung gewechselt und wir konnten in den an Citrus erinnernden, für ein Weizen leicht herben Geschmack durch die typische bananige Note erweitern.

Wie ihr seht, wurde hier auch das Etikett auf die neue Schriftart angepasst und mit dem neuen Logo erweitert. Wir hoffen, wir treffen hiermit den Charakter des LAB, lassen unseren persönlichen aber ein wenig mit einfließen. Und natürlich hoffen wir, dass es gefällt euch  😉

Als Plan für 2022 steht u.a. die Einrichtung eines eigenen Brauraums an. Ein fester Standplatz bietet uns zahlreiche neue Möglichkeiten, wie das Brauen auf mehreren Ebenen, und erspart uns steten Auf- und Abbau der Ausrüstung. Zudem wollen wir unseren Rührmotor aufrüsten. Für diese und weitere Vorhaben sowie das Brauen generell, freuen wir uns natürlich, wenn ihr bei uns im brewLAB vorbeischaut. Haltet euch gerne über unseren Telegram-Channel (https://t.me/joinchat/DVS-cxbG9_ORJoc04zpvnw) bzw. in Kürze MS Teams auf dem Laufenden.

 

 

 

Nunc est bibendum!